Wanderritt

Kalltaler Sternritte

Nach einem wunderschönen Ritt sitzen wir in gemütlicher Runde auf der Weide, lauschen dem Plätschern des Baches,  schauen den Pferden beim Grasen zu, genießen das Essen, die Ruhe, das Leben! Bei unseren Kalltaler Sternritten wird dieser Traum Wirklichkeit. 

Anreise: 9.30 Uhr

 

Donnerstag 

Während wir auf der Terrasse zusammen kommen, schauen die Pferde schon neugierig über den Zaun und begrüßen uns freundlich. Am ersten Morgen nehmen wir uns besonders viel Zeit, um unsere Mitreiter und unsere vierbeinigen Partner kennen zu lernen.  Anschließend bereiten wir die Pferde für den ersten Tagesritt vor, der uns in das historische Eifeldorf Simonskall führt. Wir reiten durch naturbelassene Wälder, entdecken immer wieder schöne Aussichtspunkte und folgen der Melodie des Wassers. Nachdem unsere Pferde im Rinnebachtal bergauf ganz schön in´s Schwitzen gekommen sind, gönnen wir ihnen auf der Hochebene eine Pause.  

 

Während wir sie am Strick grasen lassen, steigt uns schon der Geruch von frischem Sauerteigbrot in die Nase.  Dazu gibt´s biologische Käse- und Wurstspezialiäten aus der Region, knackiges Gemüse und der ein oder andere Tropfen Wein darf natürlich auch nicht fehlen. Gut gestärkt reiten wir nach dem Picknick entlang des Tiefenbaches weiter. Die Pferde können sich im Wasser erfrischen und wir genießen den Wind, der uns im lockeren Trab um die Nase weht. Vorbei an der ehemaligen Lukasmühle gelangen wir in´s Kalltal. Landschaftlich zählt dies zu den schönsten Tälern der Rureifel.  

Beeindruckende Felsformationen aus Schiefer säumen den Wegesrand, der Bach schlängelt sich mal wildromantisch durch die Auen, mal liegen alte Bäume kreuz und quer und das Wasser fächert sich breit auf. Während wir ganz im Hier und Jetzt ankommen, tauchen vor uns plötzlich alte Fachwerkhäuser auf – wir haben das 50-Seelen Dorf Simonskall erreicht. Die Häuser stammen teilweise aus dem 17. Jahrhundert und wurden von ihren Besitzern liebevoll renoviert. Wir bringen die Pferde auf die Weide, die etwas außerhalb des Ortes direkt an der Kall liegt. In der Talschenke – dem ältesten Gasthaus des Dorfes – machen wir es uns gemütlich. Dort finden wir alte, fast vergessene Eifler Gerichte oder frisch gefangene Forellen auf der Speisekarte. 

Kall Wasser Pferde
Das ist Idylle pur. Die Pferdeweide an der Kall (Foto: Heike Schade)

Freitag

Nach dieser Nacht wissen wir, warum Simonskall als kleine Oase gilt. Wir hören einfach nichts. Kein Autolärm, keine Störgeräusche, keine Stimmen. Einzig das Plätschern der Kall erklingt in unseren Ohren, als wir morgens aufwachen. Wer Lust hat, kann bei einem Spaziergang zu den Pferden die Natur mit allen Sinnen genießen. Wer lieber länger schläft, den weckt spätestens der Kaffeeduft, der aus der guten Stube der Talschenke hinaus strömt.

 

Nach dem Frühstück brechen wir mit den Pferden zu einem etwa dreistündigen Ritt auf, der uns einmal rund um die Kalltalsperre führt. Der Stausee liegt malerisch wie eine Zipfelmütze in der Landschaft. Während wir den Wellen dabei zuschauen, wie sie sich sanft am Ufer brechen, kommen wir ganz im Rhythmus der Pferde an. Auf dem meist menschenleeren Uferweg können wir traben oder galoppieren.

Als wir wieder an der Weide ankommen, trauen wir unseren Augen nicht. Auf der Pferdeweide funkeln Weingläser in der Sonne. Bei genauerem Hinsehen, erkennen wir: Unsere Gastgeber haben ein königliches Picknick für uns vorbereitet mit allem, was das Reiterherz begehrt. Wir satteln die Pferde ab, lassen sie auf der Weide laufen und genießen unser Mittagsmahl im Kreis der Herde. Der Nachmittag steht nun zur freien Verfügung. Wir können ihn dösend im Schatten eines Baumes auf der Pferdeweide verbringen. Oder wir unternehmen eine kleine Wanderung. Oder wir beschäftigen uns mit der interessanten Geschichte des Dorfes. Vielleicht bei einer leckeren Waffel oder einem Stück Kuchen? Am Abend kommen wir in der Talschenke wieder alle zusammen und lassen uns die Köstlichkeiten des Hauses schmecken. 


 

Samstag

Geschlafen wie ein Stein? Dann sind wir richtig angekommen. Nach dem reichhaltigen Frühstück brechen wir auf zu einem Tagesritt, der uns neue Horizonte eröffnen wird. Wir überwinden mit den Pferden einige Höhenmeter, reiten durch dichte Wälder und sehen dabei vielleicht sogar Hirsche. Mittags zaubert unser Rittführer ein herrliches Picknick aus der Satteltasche und wir können unsere Seele so richtig baumeln lassen. Nachmittags geht es auf verschlungenen Pfaden, ein kleinen Fischteichen und einer alten Wassermühle vorbei, wieder zurück zu der idyllischen Weide direkt an der Kall. Dort steigt uns ein ungewohnter Duft in die Nase. Was ist es? Frische Kräuter? Kross gebratenes Fleisch? Aromatische Gewürze? Tatsächlich: Unsere Gastgeber kochen für uns - mitten auf der Weide! Wir können den ganzen Abend bei den Pferden in der Natur verbringen. Wir schauen der Sonne dabei zu, wie sie langsam hinter dem Berg verschwindet, spüren, wie der Nebel in´s Tal zieht und hören, wie die Pferde tief atmen, wenn sie sich zum Schlafen hinlegen. 

Sonntag

Das Plätschern der Kall klingt wie Musik in unseren Ohren, als wir morgens aufstehen. Wir begrüßen den Tag mit einem Lächeln und genießen die Ruhe beim Frühstück und bei der Vorbereitung der Pferde. Heute reiten wir flussabwärts an der Kall entlang bis zu ihrer Mündung in die Rur. Dabei haben wir gleich dreimal die Gelegenheit, mit den Pferden in´s Wasser zu gehen. Mittlerweile fühlen wir uns mit ihnen so vertraut, dass wir beim Reiten sogar die Augen schließen können.

Mittags kehren wir in einen gemütlichen Gasthof direkt an der Rur ein. Während wir die kühlen Getränke und frischen Speisen genießen, können wir die Pferde beim Dösen beobachten. 


Anschließend geht es hoch hinauf zu den Nideggener Buntsandsteinfelsen. Die imposanten Felsriesen stammen aus der Eiszeit und verzaubern uns noch heute mit ihrem Flair. Immer wieder erhaschen wir einen wunderschönen Blick in´s Rurtal,  bevor es wieder hinab geht und wir durch kleine Dörfer zurück zum Haus Bonsbusch reiten. Hier entlassen wir die Pferde auf ihre Heimatweide und verabschieden uns in aller Ruhe. In lockerer Runde lassen wir die gemeinsamen Tage auch mit unserer Mitreitern Revue passieren, bevor wir gegen 19 bis 20 Uhr die Heimreise antreten.

Datum 27. bis 30. August 2020
Reitzeit Am ersten, dritten und vierten Tag 5-6 Stunden im Sattel, am zweiten Tag 2-3 Stunden
Leistungen
  • Vier Tage Reiten, inkl. Rittführung und Bereitstellung eines freundlichen Wanderreitpferdes oder Unterbringung und Fütterung Ihres Pferdes (Wir reiten in kleinen Gruppen mit 4 bis maximal 8 Gästen)
  • Drei Übernachtungen im Doppelzimmer
  • Dreimal reichhaltiges Mittagspicknick 
  • Dreimal Frühstück
  • Einmal Abendessen 
  • Gepäcktransfer
  • Bereitstellung von Regenmänteln
Voraussetzungen
  • Sattelfest und angstfrei in allen drei Gangarten
  • Geländeerfahrung (schon mehrmals mehrstündige Ausritte unternommen)
  • Gute Grundkondition 
Preis

645 Euro