Wanderritt

Großer Nationalpark Ritt

Sie möchten einmal so richtig aussteigen aus dem Alltag? Eintauchen in die Welt der Pferde, kleine Abenteuer erleben und die Natur in vollen Zügen genießen? Dann sind Sie bei unserem achttägigen, großen Eifelritt genau richtig. Entdecken Sie mit uns, wie wunderschön und vielseitig die Landschaft der Rur- und Schneeeifel ist. Und wie sich Ruhe und Verbundenheit mit dem Pferd wirklich anfühlen.

Reiten im Kalltal in der Eifel
Was für ein Leben!

Anreise: 9.30 Uhr

 

Am ersten Tag treffen wir uns morgens zur gemütlichen Kennen-Lernen Runde. Der Kaffee dampft auf dem Tisch, die Pferde grasen zufrieden auf der Obstwiese vor der Terasse. Anschließend begrüßen wir unseren vierbeinigen Partner, putzen, satteln und trensen in aller Ruhe. Nach einem fruchtigen Bügeltrunk reiten wir hinaus in die Bonsbusch und können schon bald einen ersten Blick in das Rurtal und die Nordeifler Berge werfen, die uns die nächsten Tage begleiten werden. Nach unserem Mittagspicknick reiten wir durch das malerische Tiefenbachtal hinab ins Kalltal. Spätestens dort werden wir vom spätsommerlichen, fast schon provenzialischen Eifelflair gepackt. Wir übernachten in einem historischen 50-Seelen Ort direkt an der Kall im ältesten und zugleich auch gemütlichstem Gasthaus. 

 

Am zweiten Tag können wir unsere Seele baumeln lassen. Wir machen einen Tagesritt rund um die Kalltalsperre, die malerisch wie eine Zipfelmütze in der Landschaft liegt. Da wir abends zu dem gleichen Gasthaus zurückkehren, können wir die Rittdauer flexibel variieren und uns an die Kondition der Reiter sowie Pferde anpassen. Ein gemütliches Picknick im Wald darf dabei natürlich nicht fehlen.

 

Am dritten Tag geht es hoch hinauf. Wir reiten über den Buhlert, der im 2. Weltkrieg eine traurige Berühmtheit erlangt hat, Richtung Rursee. Die Kall-Rur Panoramaroute führt uns zu grandiosen Aussichtspunkten, von wo wir die zweitgrößte Talsperre Deutschlands, deren Wasser sich in steil abfallenden Bachtälern aufstaut, in ihrer ganzen Schönheit bewundern können. Nach einem leckeren Picknick oder Mittagessen im Gasthaus verlassen wir die Höhenzüge und reiten zur Rur hinab. Wir folgen dem Flüsschen, das der Rureifel ihren Namen gibt, flussaufwärts bis wir auf fast 600 Metern Höhe unser Nachtquartier auf einem gemütlichen Bauernhof erreichen. Abends verwöhnt uns die Hausherrin mit einem herrlichen Eifel-Menü.

 

Am vierten Tag sind wir in der Wildnis angekommen. Heute müssen wir nur eine Straße überqueren. Wir reiten größtenteils im südlichen Nationalpark Eifel, durch den dichten Hollerscheider Wald, am Püngelbach und Fledermaushöhlen vorbei bis auf die Dreiborner Hochebene. Vom Müsauelberg aus genießen wir eine atemberaubende Aussicht auf das etwa 4200 Hektar große Gebiet, was bis 2005 als Truppenübungsplatz genutzt wurde. An einer Hütte im Wald machen wir Picknick, bevor wir unseren Weg an den wilden Narzissenwiesen Richtung Belgien fortsetzen. Wir übernachten heute auf einem schönen Hof am Rande des Naturschutzgebietes Hohes Venn in Belgien. Dort werden wir von den Gastgebern mit leckeren, teils hausgemachten Spezialitäten verwöhnt. 

 

Am fünften Tag spielen wir Grenzgänger. Wir reiten mal auf deutscher, mal auf belgischer Seite durch das hohe Venn, das Monschauer Heckenland und die angrenzenden Wälder. Auf 650 Meter Höhe können wir unseren Durst an der Olefquelle stillen, die mitten im Wald aus dem Gestein entspringt. Wir picknicken auf einer schönen Lichtung, wo im Frühjahr wilde Narzissen blühen. Nach der Rast setzen wir unseren Weg durch den Hochwald fort und kommen immer wieder an Lichtungen vorbei, die sich teilweise als Skipisten entpuppen. Unser Ziel für heute – ein denkmalgeschützter Bauernhof - liegt auf einer Hochebene zwischen belgischer Grenze und Hellenthal. 

 

Am sechsen Tag setzen wir unsere Entdeckungsreise von gestern fort. Wir reiten durch dichte Wälder zur Oleftalsperre, die sich malerisch von Ost nach West in der Landschaft erstreckt. Über die Staumauer gelangen wir zum Wildgehege Hellenthal, wo wir Rothirsche und Co. beobachten können. Anschließend geht es bergauf zu dem Panoramaweg oberhalb der Talsperre. Dort suchen wir uns ein schönes Plätzchen für die Mittagsrast und genießen die Aussicht. Weiter geht’s auf die Dreiborner Hochebene, wo wir die Gelegenheit bekommen, Rothirsche in freier Wildbahn zu erleben. In der Ferne können wir auch den Adlerturm der Ordenburg Vogelsang erspähen. Wir übernachten heute unweit der Nazi-Ordensburg in einem kleinen Dorf. Die Gastgeber kochen mit Hingabe für uns, während wir die Pferde versorgen und sie auf die Weide entlassen.

 

Am siebten Tag erleben wir die vierte Talsperre: Die Urfttalsperre. Auf dem breiten Uferweg bietet sich die Gelegenheit für einen munteren Trab oder Galopp, bevor wir in das wildromantischste Bachtal der ganzen Rureifel eintauchen. Hier gehen wir nur Schritt, sonst können wir die Schmetterlinge nicht zählen. Nach einem kleinen Abstecher in das kleine Nationalpark Dorf Wolfgarten geht’s weiter durch den wilden Kermeter, wo wir uralte Buchen bewundern können. In der Abtei Mariawald essen wir zu Mittag – dort gibt es traditionell Erbsensuppe. Gut gestärkt reiten wir zum Heimbachtal hinab und anschließend noch einmal bergauf zu einem grandiosen Panoramaweg oberhalb von Heimbach. Über den Hausener Busch gelangen wir zu unserem Nachtquartier, einer alten Burganlage. In den alten Gemäuern können wir unsere Erlebnisse der letzten Tage nochmal in Ruhe Revue passieren lassen, während uns die Gastgeber mit liebevoll angerichteten Speisen verwöhnen. 

 

Am achten Tag lautet unser Motto: It´s the last, but not least. Wir reiten durch das wunderschöne Odenbachtal, wo wir uns den ein oder anderen Wildapfel pflücken können. Mit etwas Glück sehen wir auch wilde Tiere auf unserem weiteren Weg durch den nördlichen Nationalpark. Dort, wo die Kall in die Rur mündet, kehren wir zur Mittagsrast ein. Anschließend reiten wir hoch hinauf zu den Nideggener Buntsandsteinfelsen und genießen noch einmal eine atemberaubende Sicht auf das Rurtal und die Berge rundherum. An der Rur entlang geht es zurück zum Haus Bonsbusch, wo uns die zurückgebliebenen Pferde wiehernd begrüßen. Wir nehmen Abschied von unserem treuen Wegbegleiter und lassen den Ritt in lockerer Runde gemütlich ausklingen. 

 

Datum 1. bis 8. August 2020
Reitzeit Pro Tag 3-7 Stunden, je nach Etappe
Leistungen
  • 8 Tage reiten, inklusive Rittführung und Bereitstellung eines freundlichen Wanderreitpferdes oder Unterbringung sowie Fütterung eines Gastpferdes
  • 7 Übernachtungen, 4 davon im Doppelzimmer, 3 im Mehrbettzimmer
  • 7 x Frühstück
  • 8 x Mittagspicknick oder Einkehr
  • Gepäcktransfer
  • Bereitstellung von Regenmänteln
Voraussetzungen
  • Sattelfest und angstfrei in allen drei Gangarten
  • Geländeerfahrung (schon mehrmals mehrstündige Ausritte unternommen)
  • Gute Grundkondition 
Preis

1450 Euro